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Mittwoch, 4. Juli 2012

Last Minute Basteleien zum 4. Juli

Hier in den USA wird, insbesondere in ländlicheren Gegenden, zum 4. Juli gern kräftig dekoriert. Zäune, Türen, Fenster und andere Außenoberflächen stellen in diesen Wochen stolz das Star Spangled Banner zur Schau, und wenn ich auch mit derlei Patriotismus nicht mithalten kann (u.a. mangels passenden Immobilienbesitzes), kommt mir ja generell jeder Anlass zum Dekorieren recht.

Hier ist ein schnelles und einfaches Bastelprojekt, daß jedes 4. Juli-Buffet oder den Independence Day-Picknickkorb aufmotzt. Einfach die Vorlage ausdrucken, dann ein wenig Schneiden, Falzen und Kleben, und schon kann die Feierei losgehen!


Die Vorlage beinhaltet Wimpel in zwei Größen für die Girlande, und eine Reihe von Stars and Stripes-inspirierten Etiketten, die zur Identifizierung verpackter Genüsse oder zur Dekoration von Utensilien wie Strohhalmen und Cocktailgabeln benutzt werden können. Die Etiketten lassen sich auch prima zu Serviettenringen aufrollen und mit den Namen Eurer Gäste versehen, und können dann als Platzkarten benutzt werden.


Zum Basteln braucht man:
  • Die ausgedruckte Vorlage (am besten per Laserdrucker, damit es wasserresistent wird, aber zur Not tut es auch der Tintenstrahldrucker)
  • Laser
  • Cutter
  • Xyron Sticker Maker oder doppelseitiges Klebeband
  • Stifte, Schere, Garn

Für die Etiketten die Vorlage gemäß der Schnittmarken mit Lineal und Cutter ausschneiden.

Die Rückseiten der Etiketten mit dem Sticker Maker oder mit doppelseitigen Klebeband mit Klebstoff versehen.

Etiketten beschriften und auf verpackte Esswaren anbringen. Kleinere Etiketten zur Verzieren von Strohhalmen und Cocktailgaben benutzen, dann die Enden auf gewünschter Länge in Form schneiden.



Für die Girlande die Vorlage in gewünschter Anzahl (bestimmt die Länge der Girlande) ausdrucken und entlang der gestrichelten Linien ausschneiden.

Die Rauten auf die Hälfte falten und mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband und Garn zu einer Girlande aufziehen (dazu etwas Klebeband entlang des Falzes und an der Spitze aufbringen, über das Garn falten und andrücken). Größe und Muster der Rauten munter abwechseln.


Lasst mich wissen, ob Euch andere gute Verwendungszwecke für die Vorlage einfallen, und habt einen schönen 4. Juli -- oder einfach einen schönen Sommertag!

Dienstag, 11. Oktober 2011

Gerahmtes Laub aus Wollfilz

Mit den Füßen buntes Herbstlaub aufzuwirbeln finde ich herrlich, und die Farben und Formen von Blattwerk aller Art gefallen mir zu jeder Jahreszeit. Leider ist die Schönheit von Laub doch recht vergänglich, und es eignet sich für Dekozwecke eher nur von kurzer Dauer.

Lösung des Problems? Blätter aus Filz. Die halten nicht nur ewig, sondern sind auch schnell und günstig gemacht, und lassen sich somit jedweder (jahreszeitlich oder anders bedingter) Laune entsprechend auswechseln oder abwandeln.

Ich habe meine Blattformen freihand gezeichnet, und mit Ausnahme des Gingko Biloba-Blattes sind die Umrisse zugegebenermaßen meiner Fantasie entsprungen. Wer es realistischer mag, kann sich in der Natur (oder zur Not auch im Internet) zahlreicher Vorlagen bedienen.
Je dicker der Filz, umso handfester werden die Blätter, aber umso schwieriger wird das Ausschneiden. Die wollweißen Filzmatten, die seit Jahren in meinem Bastelschrank auf Verwertung gewartet hatten, sind ca. 4mm dick und ließen sich bestens verarbeiten.

1. Blattumriss auf Papier zeichnen (oder kopieren, ausdrucken, etc.).
2. Umriss ausschneiden und mit Stecknadeln auf Filz fixieren.
3. Blattkontur mit Nähkreide oder Bleistift auf Filz übertragen.
4. Ausschneiden (je schärfer die Schere, umso besser).

Nach Geschmack einrahmen -- bei mir machen sich Bilderrahmen vom schwedischen Möbelhaus und mit Stoff bezogene Wellpappe gut als Kulisse fürs Filzlaub.

Mittwoch, 16. Februar 2011

Herzen ohne Ende: Super einfache genähte Papiergirlanden

Ich war in diesem Jahr zum Valentinstag in einer so derart festlichen und produktiven Laune, daß ich mehrere Meter Herzgirlande gebastelt habe, ohne es so richtig zu merken. Was nett ist, denn bei bestimmten Dingen ist mehr einfach mehr. Girlanden zum Beispiel. Da müssen schon mehrere Meter von da sein, sonst kann man es unmöglich Girlande nennen. Und wenn genug davon da ist, daß man sie mehrsträngig hängen kann, um so besser.


Ich habe sie aus zwei verschieden großen Herzen gemacht. Die größeren Herzen sind etwa 2.5 cm groß und gefallen mir sehr, aber die Girlanden aus Miniherzen sind so entzückend, daß ich sie fressen könnte. Die kleinen Herzen sind so um die 1 cm, und sie so aufgeschnürt eines neben dem anderen zu sehen ist aus unerfindlichen Gründen hinreißend. Kindchenschema?


Ich habe weiter unten eine kleine Anleitung zusammengestellt die zeigt, wie schnell und einfach diese Girlanden zu machen sind. Du kannst sie aus allen möglichen Formen und in verschiedenen Farbstellungen basteln, und sie wären toll als Deko für eine Party oder Hochzeit. Oder auch zum Verzieren von Rahmen und Raubtieren.


Also, losgelegt:

Anleitung: Super einfache genähte Papiergirlanden

Du kannst die Girlanden aus beinahe jedwedem Papier machen: Bastelpapier, dünnem Karton, Fotos, Geschenkpapier, Werbepost... Wenn es Dir so geht wie mir, lautet die Frage nicht, woraus, sondern woraus nicht. Es ist ein tolles Projekt für all die schönen Papierreste, die von irgendwelchen anderen Basteleien übrig geblieben sind und schon seit Jahren auf Verwertung warten. (Alleine schon deshalb ist es ein sehr befriedigendes Projekt, da es den Drang zum Horten belohnt!) Nur von allzu zarten Papieren ist abzuraten, da sie der Nähmaschine standhalten müssen. Im Zweifel einfach vorher testen und ein Stück Papier durch die Nähmaschine jagen, um zu sehen, ob es die Stichelei aushält.

1. Schneide mit einem Bastellocher so viele Herzen (oder andere Formen) aus, wie Du magst.


2. Fördere aus Deinem Vorrat an Papierresten Aller Art einen Streifen Karton zutage, und befestige einen Klebestreifen mit geringer(!) Haftung (z.B. Malerkrepp) der Länge nach auf dem Karton, so daß der Klebestreifen ein paar Millimeter über den Karton hinausragt.



3. Befestige die Herzen auf dem Klebeband, den Abstand kannst Du ganz nach Geschmack halten. Drücke sie leicht an, so daß sie etwas Halt haben, aber denk dran, daß Du sie später wieder ablösen willst. Achte darauf, daß die Herzen um ungefähr die gleiche Länge über den Klebestreifen hinausragen, in etwa um ein Drittel oder die Hälfte ihrer Länge.


4. Baue Deine Nähmaschine auf. Benutze die dünnste Nadel und das schönste Garn, das Du hast.



5. Lege einen zweiten Kartonstreifen über die Herzen und decke somit den Klebestreifen ab, damit er in der Nähmaschine keine Unruhe veranstaltet. Nur der oberste Teil der Herzen soll jetzt noch zu sehen sein.


6. Nähe mit einem kurzen, geraden Stich quer durch den obersten Teil der Herzen, und führe den Kartonstreifen langsam und ebenmäßig durch die Nähmaschine. Wenn Du am Ende des Streifens angelangt bist, nimm den Nächsten und führe ihn gleich hinterher durch die Maschine. Dadurch wird aus mehreren einzelnen Streifen eine immer länger werdende Girlande.



7. So in etwa sollte es aussehen. Mach Dir nichts draus, wenn Deine Stiche nicht besonders gerade sind, es kommt wirklich nicht drauf an.


8. Wenn Du die gewünschte Länge erreicht hast oder Dir die Herzen ausgegangen sind, kannst Du mit dem Nähen aufhören und den Faden abschneiden. Lasse ein wenig extra Garn an der Girlande zum Aufhängen. Löse die Herzen vorsichtig vom Klebestreifen ab.


9. Wickle die Girlande um einen Kartenstreifen, damit sie sich nicht hoffnungslos vertüdelt. Viel Spaß beim Dekorieren!

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